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Der
Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e. V. Die moderne Denkmalpflege kann auf bewährten Methoden und Prinzipien und auf reichen Erfahrungen aufbauen. Häufig zeigt sich jedoch eine Kluft zwischen der theoretisch reflektierten Lehre und dem, was in der Praxis üblich und möglich ist. So sind diejenigen, die eine Lehrtätigkeit ausüben, vorrangig gefordert, ihre Positionen an der Praxis zu überprüfen und im Hinblick auf eine verantwortungsbewußte und zukunftsorientierte Lehre fortzuentwickeln. Grundlage dafür ist eine eigene praktische Tätigkeit bzw. die laufende wissenschaftliche und kritische Begleitung aktueller Maßnahmen an Baudenkmalen. Der Arbeitskreis pflegt dazu individuelle Kontakte zu den Fachbehörden. Er ist im Deutschen Nationalkomitee für Denkmalschutz und auf den Veranstaltungen der Vereinigung der Landesdenkmalpfleger vertreten. Darüber hinaus sieht er seine Aufgabe darin, neue Herausforderungen und Gefährdungen der denkmalpflegerischen Anliegen zu erörtern und dazu auch in der Öffentlichkeit Stellung zu nehmen. In diesem Sinne widmet sich die jährliche Tagung des Arbeitskreises einem aktuellen Thema aus der Theoriediskussion der Denkmalpflege oder einem ausgewählten Denkmälerkomplex. Gleichzeitig dient die Zusammenkunft der Erkundung des Tagungsortes - gemeinsam mit Kollegen aus der örtlichen Praxis - sowie der Vorstellung des dort angebotenen Lehrprogramms. In der Abfolge fügen sich die Jahrestreffen gewissermaßen zu einer europäischen Denkmalkunde. Die Referate und Diskussionen werden in der Reihe der Tagungsbände publiziert. Vergangene Tagungen waren z. B. den Problemen des Wiederaufbaus nach 1945 gewidmet (Danzig), dem Spannungsfeld zwischen Konservieren und Rekonstruieren (Hildesheim), dem Umgang mit Denkmalen und Gedenkstätten (Weimar), schließlich dem Übergang vom Historismus zur Moderne (Wien) und den fünfziger Jahren (Köln), oder genauer ausgedrückt, dem Umgang mit Baudenkmalen bzw. Restaurierungsmaßnahmen aus diesen Epochen. Unter dem Thema "Dokumente und Monumente" befaßte sich eine Tagung in Dresden mit dem Spannungsfeld, in dem sich die Gegenstände der Denkmalpflege als Geschichtszeugnisse, als Kunstwerke oder als Erinnerungszeichen bewegen. Die systematische Darstellung und Diskussion von Lehrkonzepten und Studiengängen war Thema von Tagungen in Duderstadt, Bamberg und Mainz. Die Dokumentation hierzu ist als Handbuch mit einem vergleichenden Überblick über europäische Lehr- und Ausbildungsprogramme erschienen. Die Tagung 1999 wurde mit britischen Kollegen in York ausgerichtet und behandelte den Außenraum als Kulturdenkmal. Zuletzt diskutierte der Arbeitskreis über "Denkmale als Zeitgenossen. Ihre Rolle in der Baukultur der Gegenwart" (Graz 2001), über "Das öffentliche Denkmal" (Dessau 2002) und über "Archäologisches Kulturerbe in der Stadt" (Trier 2004), |
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